Junge Beamte suchen Dialog mit der Wirtschaft


Die Bezirksjugendleitung Oberfranken des Deutschen Beamtenbundes veranstaltete am 09.06.199 eine Jugendleiterschulung mit dem Thema "Jugendarbeitslosigkeit". Dabei wurde der Dialog mit der freien Wirtschaft gesucht.
In diesem Zusammenhang wurde die Firma Robert Bosch GmbH in Bamberg besichtigt und die dortige Ausbildungsstituation genau erläutert. Interessant war für die Teilnehmer, wie viel Wert auf die Ausbildung gelegt wird.
So haben die Auszubildenden beispielsweise einen eigenen Maschinenpark, wo sie lernen und üben können.

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Ein viertel Jahr vor der Abschlußprüfung werden die Auszubildenen freigestellt um sich speziell auf die Prüfung vorzubereiten. Während des Jahres weden gute Noten mit Zulagen belohnt. Die Ausbildungssituation der Fa. Bosch wurde mit der der Verwaltung gegenübergestellt. Dabei wurde deutlich, daß bei der Verwaltung im Bereich der Ausbildung einiges zu verbessern wäre.Beispielsweise muß in der Finanzverwaltung der "Studiernachmittag" wieder eingeführt werden, damit die Anwärter ihren Lehrstoff fortlaufend vertiefen können. Trotz hohen Bedarfs sind die Einstellungszahlen in der Verwaltung sehr niedrig.
Die Einstellungspolitik darf sich nicht nur an Haushaltszwängen orientieren, sondern auch im Hinblick auf die Jugendarbeitslosigkeit an eine sozialstaatliche Verpflichtung halten. Die Bezirksjugendleitung Oberfranken will sich gezielt dafür einsetzen, daß die Einstellungszahlen in der Verwaltung deutlich erhöht werden. Dazu sind im Oktober 1999 Gespräche mit Herrn Heckel, MdL (CSU) und Herrn Hoderlein, MdL (SPD) vorgesehen.
(Annette Stieber)

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